Zähneknirschen im Schlaf

© bauchgefühl / photocase.com

Das perfide am Zähneknirschen ist ja, dass es unbemerkt meist nachts im Schlaf beginnt.

Du hast offensichtlich aber bereits gemerkt, dass du des Nachts, wenn alle anderen Schlafen, mit deinem Kiefer ordentlich mahlst.
Wie kommst du überhaupt darauf?

In den allermeisten Fällen gibt es nur zwei Gründe, wie das nächtliche Zähneknirschen überhaupt entdeckt wird:

  • der Zahnarzt stellt bereits Schleifspuren auf den Zähnen fest
  • der in Hörweite liegende Partner geht an die Decke wegen der nächtlichen Lärmbelästigung

Warum knirschen wir ausgerechnet nachts?

Der allergrößte Teil der Knirscher vollzieht seine Beschäftigung nachts im Schlaf. Nur ein kleiner Teil, der vom Zähneknirschen sehr schwer betroffene Teil, knirscht auch tagsüber.
Während man sich das Zähnepressen oder -knirschen tagsüber noch mit einigen Tricks bewusst machen kann, gelingt dies nachts bei abgeschaltetem Bewusstsein nicht.

Und dies ist auch genau der Grund warum wir eher im Schlaf knirschen und nicht im Wachzustand.
Nachts ist das Bewusstsein nicht mehr aktiv. Das Unterbewusste übernimmt die Kontrolle.
Eigentlich eine etwas unheimliche Vorstellung, aber auch ein Signal an uns.

Denn offensichtlich hat das Unterbewusstsein etwas zu verarbeiten, etwas wozu es immense Kräfte aufwendet und uns knirschen lässt.
Diese Kräfte werden vom Unterbewusstsein nur freigesetzt um Dinge zu zermalmen, die einem tagsüber widerfahren sind.
Und auf die man tagsüber nicht adäquat reagiert hat. Die das Unterbewusstsein noch weiter mit sich herum getragen hat, während der “kühle Verstand” die “Sache” bereits – zu Unrecht – als erledigt angesehen hat.

Die Ursachen des Bruxismus liegen also im Tagesgeschehen und können durchaus vielfältig sein.

2 Kommentare

  1. ulla
    Erstellt am 24. Januar 2012 um 21:20 | Permanent-Link

    Also ich habe die Sache so in den Griff bekommen: kurz vor dem Einschlafen immer nochmal hinspüren, ob der Kiefer locker oder zusammengrpresst ist und dann eben darauf geachtet dass er locker ist. Wenn dann doch mal wieder morgens Schmerzen beim ersten Bissen aufgetaucht sind, habe ich wieder aufgepasst, dass der Kiefer vorm Einschlafen entspannt ist.
    Seitdem ist es o.k.

    • Christine
      Erstellt am 24. Januar 2012 um 22:00 | Permanent-Link

      Hallo Ulla,

      danke für deinen Hinweis. Dein Tipp ist aus zweierlei Hinsicht wertvoll. Zum einen entspannt man bewusst den Kiefer (gerade vor dem Schlafengehen wichtig). Und zum anderen schaltet man so auch ein wenig vom Tag ab indem man sich auf etwas anderes konzentriert. Dieses Ritual hilft dem Körper und dem Geist sich aufs Schlafen einzustellen und nicht alle Belastung des Tages mit in den Schlaf zu nehmen (und dann dort zu “verarbeiten”, also zu zerknirschen).

      Hast du auch eine Aufbissschiene ausprobiert oder kommst du so mit deiner “Entspannungsübung” zurecht?

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