Die Folgen vom Zähneknirschen

Zahnarzt-Werkzeug

Von den Ärzten werden gerne schlimme Schreckensszenarien benutzt, um harmlose Zähneknirscher so richtig in Panik verfallen zu lassen.

Du kennst deine persönlichen Auswirkungen, die das Zähneknirschen bei dir verursacht bestimmt zur Genüge.

Ich liste hier trotzdem mal alle gängigen Folgen vom Zähneknirschen auf.

Zum Einen damit ich selbst eine möglichst vollständige Übersicht habe.  Zum Anderen aber, um jedem “normalen” Knirscher aufzuzeigen, dass es auch immer noch schlimmer kommen kann. So kannst du einschätzen, wie schlimm es um dich steht ;-)

Beschädigungen an den Zähnen

  • Riefen in den Zähnen
  • Abschleifspuren und Abrieb des Zahnschmelz bis hin zum Abrieb bis auf die Zahnwurzel
  • Zahnbruch

Beschädigungen am Zahnhalteapparat und im Kieferbereich

  • Verspannung des Kiefermuskels und dadurch Schmerzen im Kieferbereich (ca. 10% der Betroffenen)
  • Überlastung des Kiefergelenks, dadurch Knackgeräusche beim Mundöffnen
  • Kieferfehlstellung
  • schlechtere Durchblutung des Zahnfleisch, dadurch vermehrt Zahnfleischentzündung

Weitere Folgen vom Bruxismus

  • Nackenverspannungen und Nackensteife
  • Kopfschmerzen / Migräne auch tagsüber
  • Tinnitus
  • Magengeschwüre (wobei ich eher glaube, dass die Magengeschwüre nur eine ähnlich Ursache wie das Zähneknirschen hat und keine Folge des Bruxismus selbst ist)
  • Schnarchen
  • verminderter Erholungsfaktor beim Schlafen, dadurch erhöhte Empfindlichkeit gegen Stress
  • Probleme mit dem Partner aufgrund nächtlicher Ruhestörung (oder morgendlicher Gereiztheit)

Kennst du noch weitere Folgen? Habe ich welche vergessen?

Schreib mir doch einen Kommentar!

6 Kommentare

  1. Britta
    Erstellt am 20. Mai 2011 um 13:50 | Permanent-Link

    Hallo,

    also, es sind natürlich nicht direkte Auswirkungen, aber Probleme mit dem Partner, gehören wohl auch noch dazu.
    Bei uns war es schon soweit, dass er lieber auf der Couch schlafen wollte. Ich war zu laut.
    Sowas setzt einen natürlich noch mehr unter druck.

    • Christine
      Erstellt am 21. Mai 2011 um 22:35 | Permanent-Link

      Hallo Britta,

      danke für deinen Kommentar. Du hast recht. Ich habe das mal oben mit aufgenommen.
      Danke für den Hinweis.
      Hast du denn das Problem irgendwie lösen können? Oder schläft er jetzt tatsächlich auf der Couch?

  2. Stefanie
    Erstellt am 23. Mai 2011 um 11:17 | Permanent-Link

    Hallo Christine,

    ich denke, die Anspannung der Kiefermuskeln wirkt sich auf den ganzen Körper aus, nicht nur im direkt umliegenden Bereich Nacken. Presst man einmal bewusst für einige Minuten die Zähne aufeinander, so ist schnell zu spüren, dass der gesamte Muskelapparat beteiligt ist. Dauert dies nun die ganze Nacht – und nachts ist die Kraft, mit der die Zähne aufeinander reiben/pressen weitaus größer, als wenn man das tags und bewußt macht – , so ist der ganze Körper angespannt. Ich persönlich habe aus diesem Grund schon seit vielen Jahren nur noch selten mal eine Nacht, nach der ich das Gefühl habe, mein Körper ist ausgeruht.
    Diese komplette Muskelanspannung wirkt sich meiner Meinung nach langfristig auf viele weitere Körperfunktionen aus, da die dauerhafte Anspannung auch die Lage und Bewegungsfreiheit der Organe und anderen Gewebe beeinflusst. Wenn diese aufgrunddessen nicht mehr reibungslos arbeiten können, können Störungen (z.B. Hormonstörungen, Stoffwechselstörungen) auftreten, die man erst mal nicht unbedingt mit Zähneknirschen in Zusammenhang bringt.

    • Christine
      Erstellt am 23. Mai 2011 um 13:11 | Permanent-Link

      Hallo Stefanie,

      danke für deinen Kommentar.
      Ja, du hast recht.
      Wie du schreibst, wird es irgendwann schwierig einen Zusammenhang zwischen Knirschen und den Auswirkungen (z.B. Stoffwechselstörungen) herzustellen.
      Möglicherweise sind auch beides (also auch das Knirschen) nur Auswirkungen einer einzigen Ursache: nämlich unverarbeiteter Druck oder “hineingefressener” Stress.

      Ich hoffe, du leidest du aktuell nicht so schlimm unter diesen Störungen wie es sich liest.

  3. Kathi
    Erstellt am 10. Februar 2012 um 02:08 | Permanent-Link

    Ich würde dazu noch erwähnen ; dass man nach dem Aufstehen irgendwie erschöpft ist und es sich auf die Laune tagsüber auswirkt.
    Zumal ich denke das es bis hin zu einer Depression führen kann.
    Immerhin kommt man beim nächtlichen knirschen nicht zur Ruhe , wacht morgens mit Kopf – und Kieferschmerzen auf , man kriegt schlechte Laune und ist leicht reizbar.
    Somit wird der Tag auch nicht viel besser und wenn man das Knirschen über Jahre hat , wirkt sich das auf die Psyche aus. Leider spielen das die Zahnärzte nur runter und geben einen eine Zahnschiene die nicht wirklich was nützt.Ich zb. schlafe mit einem Boxer Mundschutz , nicht gerade angenehm am Anfang aber dafür schlafe ich besser und wache morgens ohne einem Druck im Kiefer oder Kopf auf. Und erstaunlicherweise , gibt es ein einziges Mittel… was mich vom Knirschen abhält … und zwar Schlaftabletten.Nicht gerade erfreulich.Leide auch schon unter Tinnitus und muss sagen ; den zu ertragen fällt mir leichter als das Knirschen.

    Zu Stefanie kann ich nur sagen : Sie hat Recht !!

    Und ich hasse es , wenn die Zahnärzte einem die Schuld daran geben das der Zahnschmelz abgenutzt ist, ein Stück vom Zahn abgebrochen ist oder das Zahnfleisch entzündet ist.Wird man als schlechter Zähne Putzer hingestellt ohne das Sie sich mal selbst informieren.

    Habe auch schon Lösungen gesucht und die einzige Antwort die hängen blieb war die : Suchen Sie sich einen Therapeuten , vielleicht sitzt das Problem tiefer als gedacht!

    LG

    • Christine
      Erstellt am 10. Februar 2012 um 07:03 | Permanent-Link

      Hallo Kathi,

      danke für deinen Kommentar und deine Erfahrungen.
      Zahnärzte sind bei starkem Zähneknirschen sicherlich die falschen Ansprechpartner. Und Schlaftabletten sind natürlich auch keine Dauerlösung.
      Ein Punkt, der helfen kann, ist z.B. ein “geregeltes” Abendritual – nach eigenen Wünschen gestaltet.
      So kann man z.B. Abends 10 Minuten den Tag reflektieren und die TODOs des nächsten Tages planen (damit man den Kopf frei bekommt).
      Oder Sport treiben, um Aggressionen abzubauen.
      Wichtig ist, dass es regelmäßig stattfindet, damit der Körper lernt “jetzt geht es ins Bett, ich komme zur Ruhe, der Tag ist verarbeitet, ich kann jetzt entspannen”.
      Und in schweren Fällen kann natürlich auch ein Therapeut hilfreich sein. Auch wenn so eine Aussage von einem Zahnarzt recht barsch rüberkommt.

      Liebe Grüße und viel Erfolg auf deinem Weg – vielleicht magst du noch berichten, welche Schritte du unternimmst (gerne auch persönlich per Mail s. Impressum)
      Christine

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